
Geltungsbereich
- Maschinenart
- Desktop-Portalfräse, Arbeitsbereich 300 × 180 × 45 mm, 7,1 kg
- Preisklasse
- 200–260 €
- Grundlage
- Herstellerangaben von SainSmart
- Geeignet für
- Holz, Acryl, Platinen und weiches Aluminium — flache Teile, geduldig gefräst
- Nicht geeignet für
- Werkstücke über rund 40 mm Höhe — der Z-Hub ist bei 45 mm zu Ende
Die 3018 ist die Maschine, mit der die meisten in die CNC-Fräserei einsteigen. Sie steht seit September 2018 im Handel, und sie ist bis heute der billigste Weg zu einer Maschine, die wirklich drei Achsen unter G-Code bewegt.
Interessant an dieser Ausführung ist, was SainSmart selbst dazuschreibt: drei Aufrüstwege — Lasermodul, Y-Achsen-Verlängerung, und ein Ganzmetall-Spindelhalter mit 300-W-Spindel. Das ist ungewöhnlich offen. Es heißt nämlich auch: Die Maschine ab Werk hat Grenzen, und der Hersteller benennt sie, statt sie wegzuschreiben.
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Auf Amazon ansehen45 Millimeter — die Zahl, die alles entscheidet
Der Arbeitsbereich steht mit 300 × 180 × 45 mm im Datenblatt. Die ersten beiden Zahlen klingen großzügig und sind es auch. Die dritte ist die, an der man hängenbleibt.
45 Millimeter Z-Hub sind nicht 45 Millimeter Werkstückhöhe. Davon geht ab, was der Fräser aus der Spannzange herausragt, und was das Spannmittel aufträgt. Übrig bleiben in der Praxis 25 bis 30 Millimeter. Eine Leiste, eine Platine, ein Schild: ja. Ein Kantholz oder ein Alublock: nein.
Genau hier setzt die nächste Stufe an, die denselben Grundriß hat, aber 80 Millimeter in Z.
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Die Zahlen unten stehen so im Datenblatt. Was die Maschine heute kostet, steht bei Amazon.
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Auf Amazon ansehenDie Technik in Zahlen
| Angabe | Wert | Was das für dich heißt |
|---|---|---|
| Arbeitsbereich | 300 × 180 × 45 mm | Fläche großzügig, Höhe knapp |
| Spindel | 775er Motor, 24 V, bis 10.000 min⁻¹ | Leistung in Watt wird nicht genannt |
| Steuerung | Platine im ABS-Gehäuse, mit Lüfter | Gegen Späne und Staub gekapselt — bei der Vorgängerin offen |
| Netzteil | CE, FCC und UL | Zugelassen, mit Reserve für spätere Anbauten |
| Werkstoffe | Holz, Acryl, PVC, Platine, weiches Aluminium | Alu geht, aber langsam und in dünnen Z-Zustellungen |
| Aufbau | 8 Schritte | Ein Abend, kein Wochenende |
| Aufrüstbar | Laser, Y-Verlängerung, 300-W-Spindel | Der Weg nach oben ist vorgezeichnet |
| Gewicht | 7,1 kg | Steht auf jedem Tisch — und braucht Masse unter sich |
| Am Markt seit | September 2018 | Acht Jahre, Ersatzteile und Anleitungen gibt es reichlich |
Die fehlende Wattzahl ist bemerkenswert. SainSmart nennt die Bauform des Motors (775er) und die Drehzahl, aber keine Leistung. Zum Vergleich: Die Maschinen der nächsten Stufe werben mit 500 W, die darüber mit 710 W. Ein 775er an 24 Volt liegt deutlich darunter — und das ist der Grund, warum Aluminium hier eine Geduldsprobe ist und kein Arbeitsgang.
Das gekapselte Steuergehäuse klingt nach Kleinigkeit und ist keine. Bei der offenen Vorgängerin lag die Platine im Spanflug; Holzstaub auf einem Schrittmotortreiber ist der häufigste Grund, warum solche Maschinen nach einem Jahr ausfallen.
Für wen die 3018-PRO die richtige Wahl ist
Für dich, wenn du herausfinden willst, ob CNC überhaupt dein Weg ist. Das ist kein kleines Argument: Zwischen „ich hätte gern eine Fräse“ und „ich zeichne, spanne, nullle und lasse laufen“ liegt eine Lernstrecke, die man billiger nicht herausfindet.
Und für dich, wenn du flache Teile machst: Schilder, Frontplatten, Platinen, Intarsien, Schablonen. Dafür reichen 45 Millimeter vollkommen.
Sie lohnt sich nicht, wenn du schon weißt, dass du Aluminium zerspanen willst — dann ist das Geld in der 500-W-Klasse besser angelegt, und zwar sofort statt nach dem ersten Aufrüstsatz. Und nicht, wenn deine Teile höher als vier Zentimeter sind.
Für den sicheren Start
Eine Fräse ohne Gehäuse wirft Späne. Bei Acryl und Platinenmaterial fliegen harte Splitter waagerecht weg — Schutzbrille ist hier keine Empfehlung, sondern Voraussetzung. Weiter: Platinenstaub ist kein Holzstaub. FR4 enthält Glasfaser; der Staub gehört abgesaugt und nicht weggeblasen, und ein Sauger mit Staubklasse ist dabei das Richtige. Nie in die laufende Spindel greifen, auch nicht zum Entfernen eines Spans — bei 10.000 Umdrehungen gibt es keine Reaktionszeit. Und der Not-Aus gehört in Reichweite: Diese Maschine hat ab Werk keinen; eine schaltbare Steckdosenleiste in Griffnähe ist der Mindestersatz.
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Auf Amazon ansehenZuletzt geprüft: 31. Oktober 2026
Quellen
- Arbeitsbereich 300 × 180 × 45 mm, Spindelmotor Bauform 775 an 24 V mit bis zu 10.000 min⁻¹, Steuerbaugruppe im ABS-Gehäuse mit Lüfter, Netzteil mit CE-, FCC- und UL-Zulassung, Montage in acht Schritten, Werkstoffe und die drei genannten Aufrüstwege (Lasermodul, Y-Achsen-Erweiterung, Ganzmetall-Spindelhalter mit 300-W-Spindel): Amazon-Produktseite zur SainSmart Genmitsu 3018-PRO (ASIN B07G55SNZW, EAN 4897093840561), abgerufen am 31. Oktober 2026.
- Gewicht 7,1 kg und Erstlistung im September 2018: Angaben auf derselben Amazon-Produktseite, abgerufen am 31. Oktober 2026.
- Die Aufteilung des Z-Hubs auf Fräserlänge, Spannmittel und Werkstück ist unsere Rechnung mit üblichen Werten, keine Herstellerangabe.
- Zu Glasfaserstaub aus Leiterplattenmaterial und zu Absaugung an spanenden Maschinen: TRGS 521 und DGUV Information 209-044 in ihrer geltenden Fassung.
