Lunyee 3018 Pro Max und Ultra: 80 Millimeter in Z — und was die hundert Euro dazwischen kaufen

Ein Fräser schneidet in Holz, die Späne fliegen zur Seite

Geltungsbereich

Maschinenart
Desktop-Portalfräse in Ganzmetall, 500 W, Arbeitsbereich 300 × 180 × 80 mm
Preisklasse
Pro Max 330–360 € · Pro Ultra 430–460 €
Grundlage
Herstellerangaben von Lunyee zu beiden Ausführungen desselben Angebots
Geeignet für
Holz, Acryl, MDF, Platinen — und Aluminium und Kupfer, wenn man es ruhig angeht
Nicht geeignet für
Dauerbetrieb in Metall — dafür fehlen Kugelgewindetriebe und Profilschienen

„3018“ heißt seit Jahren dasselbe: 300 Millimeter in X, 180 in Y. Was sich zwischen den Maschinen dieses Formats unterscheidet, ist die dritte Zahl — und hier heißt sie 80 statt der üblichen 45.

Lunyee bietet die Maschine in zwei Ausführungen an, Pro Max und Pro Ultra, unter einem gemeinsamen Angebot. Rund hundert Euro liegen dazwischen, und die Anzeige sagt nicht sehr deutlich, wofür.

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Max oder Ultra — was die hundert Euro kaufen

Pro Max und Pro Ultra im Vergleich Zwei Spalten. Beide Ausführungen haben dieselbe 500-Watt-Spindel, denselben Arbeitsbereich und denselben Ganzmetallrahmen. Die Ultra nennt zusätzlich eine Offline-Steuerung nach GRBL und wiegt rund ein Kilo mehr. Die Max ist dafür günstiger. Dieselbe Maschine, zwei Ausführungen was gleich ist und was nicht Pro Max 500 W · 300 × 180 × 80 mm Ganzmetall · 6 Endschalter Handräder an X, Y, Z 13,35 kg Pro Ultra 500 W · Ganzmetall GRBL-Offline-Steuerung Endschalter und Not-Aus 14,38 kg Die Offline-Steuerung ist der genannte Unterschied: fräsen ohne angeschlossenen Rechner, Programm vom Stick. Alles Weitere nennt der Hersteller für beide gleich.
Gegenüberstellung der beiden Herstellerbeschreibungen. Eigene Zeichnung.

Aus den beiden Beschreibungen lässt sich genau ein handfester Unterschied herauslesen: Die Ultra nennt eine GRBL-Offline-Steuerung. Das heißt, das Programm läuft vom Stick über ein eigenes Bedienteil, und es muss kein Rechner angeschlossen bleiben.

Das ist mehr wert, als es klingt. Ein Fräslauf dauert Minuten bis Stunden; ein Laptop, der daneben steht und dabei in den Ruhezustand geht oder ein Update beginnt, ist eine der häufigsten Ursachen für abgebrochene Teile. Ein Kilo mehr Masse kommt dazu — bei einer Fräse ist Gewicht kein Nachteil, sondern Ruhe im Schnitt.

Ob das hundert Euro wert ist, hängt an deinem Arbeitsplatz. Wer ohnehin einen alten Rechner neben der Maschine stehen hat, spart sie. Wer die Fräse in den Keller stellt und nicht noch einen Laptop dafür abstellen will, bekommt für das Geld genau das, was er braucht.

Handräder an einer CNC

Lunyee setzt an alle drei Achsen Handräder. Das wirkt auf den ersten Blick wie ein Widerspruch — eine Maschine, die rechnergesteuert fährt, braucht keine Kurbel.

In der Praxis ist es das Gegenteil. Der Werkstücknullpunkt wird vor jedem Lauf gesetzt, und zwar von Hand: Fräser auf die Ecke fahren, bis er das Material gerade berührt, dann nullen. Mit Pfeiltasten am Rechner ist das ein Gefummel in Zehntelschritten. Mit einem Handrad fühlt man, wann der Fräser aufsetzt. Das spart bei jedem Werkstück ein paar Minuten und verhindert die Sorte Fehler, die einen Fräser kostet.

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Die Technik in Zahlen

AngabeWertWas das für dich heißt
Arbeitsbereich300 × 180 × 80 mmZ doppelt so hoch wie beim Einstieg
Spindel500 W, 0–12.000 min⁻¹Aluminium und Kupfer sind im Rahmen, nicht nur Holz
Eilgangbis 5.000 mm/minLeerwege kosten kaum Zeit
RahmenGanzmetall, verstärkte AluprofileKein Kunststoff außer in der Elektrik
Führungoptische Achse 12 mmRundwelle, keine Profilschiene — die Grenze nach oben
Sicherheit6 Endschalter, Not-AusBeides fehlt dem Einstiegsmodell
NullenHandräder an X, Y und ZWerkstücknullpunkt im Gefühl statt in Zehntelschritten
BetriebsartenSpindel und Gravur umschaltbarFräsen und Markieren mit einer Maschine
Unterschied UltraGRBL-Offline-Steuerung, 14,38 statt 13,35 kgFräsen ohne angeschlossenen Rechner
LieferungUSB-Stick mit Software, AufbauvideosVideos sind möglicherweise nicht deutsch
Herstellerangaben Lunyee zu beiden Ausführungen, Stand 31. Oktober 2026. Die rechte Spalte ist unsere Einordnung.

Die Zeile, die die Klasse festlegt, ist die Führung. Lunyee fährt auf einer optischen Achse von 12 Millimetern — das ist eine geschliffene Rundwelle mit Kugelbuchsen. Das ist deutlich mehr als die Alunuten der billigsten Maschinen und deutlich weniger als die Profilschienen der nächsten Klasse. Eine Rundwelle nimmt die Seitenkraft des Fräsers an zwei Punkten auf; eine Profilschiene an vier Reihen. Das merkt man, sobald im Metall zugestellt wird.

Lunyee nennt den Z-Hub von 80 mm den „längsten unter den Standardmodellen auf dem Markt“. Das ist eine Behauptung über alle Wettbewerber, die sich nicht nachprüfen lässt. Nachprüfbar und entscheidend ist das Einfachere: Es sind 80 statt 45, und das ist der Unterschied zwischen einer Leiste und einem Block.

Für wen die 3018 Pro Max die richtige Wahl ist

Für dich, wenn du schon weißt, dass du fräsen willst — und nicht mehr herausfinden musst, ob. Gegenüber der 3018-PRO liegen hier rund hundert Euro mehr auf dem Tisch, und dafür kommen die doppelte Bauhöhe, der Ganzmetallrahmen, 500 statt geschätzter 150 Watt und eine Sicherheitsausstattung, die der Einstieg gar nicht hat.

Und für dich, wenn in deinen Teilen Aluminium vorkommt. Nicht als Dauerbetrieb, aber als regelmäßige Aufgabe ist das hier zu Hause.

Sie lohnt sich nicht, wenn du Metall als Hauptarbeit siehst. Dann führt der Weg an Kugelgewindetrieben und Profilschienen nicht vorbei, und der steht in der Klasse darüber. Und nicht, wenn du nur flache Schilder machst — dafür reicht der Einstieg, und das Geld ist in Fräsern besser angelegt.

Für den sicheren Start

500 Watt verzeihen weniger als 150. Ein Fräser, der sich im Aluminium festzieht, reißt bei dieser Leistung das Werkstück aus einer schwachen Spannung — also lieber eine Pratze mehr als eine zu wenig. Weiter: Den Not-Aus vor dem ersten Lauf ausprobieren, nicht beim ersten Zwischenfall. Aluminium nie trocken und nie tief zustellen: Späne, die nicht herauskommen, schweißen sich an die Schneide, und dann bricht der Fräser — ein Tropfen Schneidöl und 0,2 bis 0,5 mm je Durchgang sind die Faustregel. Und Späne niemals mit der Hand wegwischen, auch nicht bei stehender Spindel: Aluspäne schneiden wie Glas.

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Zuletzt geprüft: 31. Oktober 2026

Quellen

  1. 500-W-Spindel mit 0 bis 12.000 min⁻¹, Eilgang bis 5.000 mm/min, Arbeitsbereich 300 × 180 × 80 mm, Ganzmetallrahmen aus verstärkten Aluprofilen, optische Achse 12 mm, sechs Endschalter und Not-Aus, Handräder an allen drei Achsen, umschaltbarer Spindel- und Gravurbetrieb, USB-Stick mit vorinstallierter Software sowie die Aussage zum „längsten Z-Achsenhub unter den Standardmodellen“: Amazon-Produktseite zur LUNYEE 3018 Pro Max (ASIN B0C6WQWX3R), abgerufen am 31. Oktober 2026.
  2. GRBL-Offline-Steuerung und abweichendes Gewicht der Ausführung Pro Ultra: Amazon-Produktseite zur LUNYEE 3018 Pro Ultra (ASIN B0CHM481NS), abgerufen am 31. Oktober 2026. Beide Ausführungen gehören zum selben Angebot.
  3. Gewichte 13,35 kg und 14,38 kg: Angaben auf denselben Amazon-Produktseiten, abgerufen am 31. Oktober 2026.
  4. Der Vergleich von Rundwellenführung und Profilschiene sowie die Zustellempfehlung für Aluminium sind unsere Einordnung, keine Herstellerangabe.

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